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Zu unserer großen Freude war Wally am 08.11.2004, also mit 4 ½ Monaten, zum ersten Mal spurlaut am nicht sichtigen Hasen. Weitere spur- und fährtenlaute Demonstrationen folgten unmittelbar darauf auf Fuchs und Rehwild. So machten wir am 09.04.2005, also mit knapp 10 Monaten, die JZP in Schweinfurt mit dem Ergebnis 3, 4, 4, 4, 3, 4, 4; IId Preis mit 115 Punkten. Es folgten der Abrichte-Lehrgang am 15.08.2005 im I. Preis mit 80 Punkten und die Brauchbarkeitsprüfung bestand Wally am 27.08.2005 mit 14 ½ Monaten. Bei der HZP am 01.10.2005 hatten wir leider kein Glück. Die Noten waren 4, 4, 4, 4, 3, 2, 4, 4, 3, 4, 4, 0, 4, 4 mit 189 Punkten. Unser nächster Schritt war die ZTB. Am 30.04.2006 erhielt Wally von Frau Karin Gerhard auf der BZS in Vaterstetten die uneingeschränkte Zuchttauglichkeit mit folgendem Text:

Allgemeine Erscheinung: korrekt aufgebaut, etwas leichter
Verhalten: lebhaft, aufmerksam, gelassen
Farbe: braun-weiß mit loh
schön dunkel für braun-weiß mit loh
fest anliegende Lieder
Größe: 51 cm
Haar: von guter Struktur
Kopf: richtige Proportionen, sehr trocken im Fang
Gebiss: o.k.
Hals: zum Gesamteindruck passende Länge
Gebäude: insgesamt etwas schmal, Brustkorb muss sich in allen Teilen noch ausformen
Rute: kupiert aufgrund jagdlicher Verwendung, eine Idee tief angesetzt
Vorder-/Hinterhand: schräge Schulter, Oberarm dürfte länger sein, passende Hinterhandwinkelung
Pfoten: geschlossen
Gangwerk: Schwung- und temperamentvoll, feste obere Linie mit genügend Raumgriff,
im Kommen weitgehend korrekt, im Gehen etwas eng



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HZP/HP und GP am 06./07.10.2007

der LG Baden-Württemberg des Jagdspaniel-Klub e.V.
in Revieren und Staatsforsten bei Biberach an der Riß

Prüfungsleiter: Maria Hohenhaus, LG Baden-Württemberg
Prüfungsrichter: Maria Hohenhaus, LG Baden-Württemberg
Hermann Langguth, LG Bayern
Jürgen Zorn, LG Baden-Württemberg
Manfred Lochbühler, VDD
Emil Klopf, DJC
Max Haupt, VDD
Richteranwärter: Marion Friedhoff, LG Bayern

Das Wetter an unserem Prüfungswochenende gab keinen Grund zur Beanstandungen. Morgens hatten wir 5-8 Grad, nachmittags stiegen die Temperaturen auf immer noch angenehme 14-16 Grad an. Es war morgens bedeckt, dann leicht bewölkt und teilweise sonnig, der mäßige Wind kam aus Nordost. Unser schon mehrfach beschriebenes Prüfungsgelände bei Biberach bot auch heuer wieder ideale Bedingungen für die Gespanne. Die weiträumigen Fichtendickungen mit teilweise dichtem Unterwuchs waren wildreich, Rehe, Hasen und ein Fuchs kamen in Anblick, und frische Saufährten zeugten von der Anwesenheit auch dieser Wildart. Die Feldfächer konnten auf großen übersichtlichen Wiesen, bzw. Kleeschlägen geprüft werden und der große, recht gut mit einem Schilfgürtel bewachsene Waldweiher wies einen sehr guten natürlichen Besatz von Blässhühnern auf, was sich sicherlich positiv auf die Stöberleistungen der Hunde am Wasser niederschlug. Wir hatten von Anfang an mit einem ordentlichen Meldeergebnis zu dieser Prüfung gerechnet, aber dass sich dann insgesamt zehn (!) Hundeführer dazu entschlossen hatten, auf unserer Prüfung zu führen kam dann doch ein wenig überraschend, zumal neun von Ihnen zur GP gemeldet hatten. Aber bei diesen idealen Revierbedingungen war es dann eigentlich kein Problem, für alle Hunde gleich gute Voraussetzungen zu schaffen. An dieser Stelle gilt unser ganz besonderer Dank Herrn Wolfgang Vogel, der sein eigenes Revier zur Verfügung gestellt hatte, sowie darüber hinaus einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Beschaffung der Flächen und des Weihers im angrenzenden Staatsrevier hatte.

Maria Hohenhaus


IIa-Preis mit 226 Punkten

ESSH „Wally z Lipových dolin“ CLP/ASS/4976, gew. 18.06.2004, braun/weiß mit loh
(Ory z Lipových dolin CLP/ASS/ 3934/98 – Sita z Lipových dolin CLP/ASS/4535/03)

Z.: Milan Benda, Pod Homolkou 1348, CZ-26601 Beroun
B. und F.: Sibylle Kratochwil, Aichstetter Straße 19, 87763 Lautrach
Stöbern Beim ersten Stöbergang bleibt Wally sehr kurz, zeigt wenig Arbeitswillen und geht nur zögernd in die Dickung. Beim zweiten Stöbergang wird der Hund im Verlauf der Arbeit laut und drückt Rehwild aus der Dickung. Erneut geschickt kann sie ein Stück Schwarzwild auf dem Rückwechsel herausdrücken.
Schweißarbeit: Um 915 Uhr wird Wally am gerechten Schweißriemen zur Fährte gelegt, sehr ruhig sucht sie voran. Die Führerin kann 12x Schweiß und das Wundbett melden um 930 Uhr wird das Reh gefunden.
Buschieren: Sie zeigt eine gute Quersuche und lässt sich lenken. Vogelwitterung wird markiert.
Ruhe auf Schuss: Die Hündin wartet den Befehl zum Bringen ab.
Freiverlorensuche: Sehr weit zeigt Wally das Wild an.
Bringen von Federwild: Aufnehmen, zutragen und ausgeben ohne Mangel.
Haarwildschleppe: Auf gemähter Wiese wird die Kaninchenschleppe genau ausgearbeitet.
Bringen von Haarwild: Das Kanin wird sofort aufgenommen, zügig zugetragen und vorbildlich ausgegeben.
Stöbern ohne Ente: Wally nimmt das Wasser sofort an und schwimmt ausgiebig. Das Schilf wird zwar abgesucht aber die Weite und der Finderwillen konnten nicht ganz überzeugen.
Schussfestigkeit: Schussfestigkeit und Bringleistung sehr gut.
Verlorensuchen: Die Hündin nimmt auf Befehl das Schilf sofort an, nutzt den Wind geschickt aus, findet die Ente sehr schnell und bringt sie vorbildlich.
Stöbern mit Ente: Während des Stöberns schwimmt die Ente ohne Einwirkung des Hundes aufs offene Wasser und überquert den See. Im Verlauf der Arbeit nimmt die Hündin die Schwimmspur auf und stöbert am gegenüberliegenden Ufer die Ente aus dem Schilf. Nach dem erlegen zeigt Wally eine sehr gute Bringleistung.
Bringen von Wasserwild: Bei alen drei Arbeiten sehr gut.
Pirschen: Die Hündin bleibt mit und ohne Leine bei Fuß.
Ablegen - Schussruhe: Die frei abgelegte Hündin bleibt am Platz und zeigt keine Mängel bei der Schussabgabe.
Standruhe: Während der Treibjagd bleibt sie frei abgelegt am Platz.

Wally zeigte während der Prüfung eine sehr gute Nasenleistung. Der allgemeine Gehorsam ist lobenswert.
Noten: 4, 3, 4, 4, 4, 4, 4, 3, 4, 4, 4, 4, 4, 4, 4, 4, 4


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Jubiläums-Siegerprüfung – CACIT am 20. und 21. Oktober 2007

im Revier Päwesin in Brandenburg

Da die Prüfung als CACIT-Prüfung ausgeschrieben und durchgeführt wurde, hatte die Prüfungsordnung „B“ der F.C.I. für Internationale Prüfungen von Jagdspaniels, Deutschen Wachtelhunden und anderen Stöberhunden Anwendung zu finden. Aus der Ordnungssystematik folgte ferner die Verbindlichkeit von Abschnitt 4 „Siegerprüfung“ der Prüfungsordnung des Jagdspaniel-Klub e.V. sowie die Vorschriften des 3. Abschnitts „Gebrauchsprüfung“ der Prüfungsordnung. Schließlich war verbindlich zu Grunde zu legen die bundeseinheitliche „Verbandsprüfungsordnung Wasser“ gemäß der „Ordnung für Verbandsprüfungen nach dem Schuß (VPSO)“ des JGHV. Gemeldet waren 8 Hunde, nämlich 6 English Cocker Spaniels und 2 English Springer Spaniels. Nach dem Regelement „B“ der F.C.I. waren die Hunde in gesonderten Abteilungen zu prüfen. Mithin wurden 3 Gruppen gebildet, nämlich 2 Gruppen mit jeweils 3 English Cocker Spaniels und 1 Gruppe mit dem 2 English Springer Spaniels. Von den gemeldeten und erschienenen 8 Hunden haben 3 Hunde die Prüfung bestanden, wobei es sich bei allen 3 Hunden um English Cocker Spaniels handelte. Es kam ein CACIT sowie ein Reserve-CACIT zur Verleihung. Entsprechend den hohen Anforderungen an den Leistungsstand der zu dieser Prüfung gemeldeten Hunde war seitens der mit der Vorbereitung und Durchführung der Prüfung federführend beauftragten Landesgruppe Berlin ein Revier bereit zu stellen, welches die Voraussetzungen für entsprechend hoch qualifizierte Arbeiten bot. Dies ist gelungen in Form des Reviers Päwesin bei Berlin. Es handelt sich um ein sehr vielseitig gestaltetes Revier mit Biotopen, die für die Durchführung einer derart hochrangigen Prüfung bestens geeignet waren. Die Gewässer waren außerordentlich anspruchsvoll, nicht nur wegen der ausgedehnten Schilfpartien, sondern vor allem auch wegen des reichhaltig vorhandenen Wasserwildbesatzes, was den Hunden ein gehöriges Maß an Gehorsam abverlangte. Die Schweißfährten konnten in Revierteilen gespritzt werden, die vermöge ihres starken Vorkommens an Hochwild – zuverlässig gefährtet: Damwild und Schwarzwild – ein hohes Maß an Verleitungen und damit ein eindrucksvolles Maß an Aussagewert hinsichtlich des Leistungsvermögens der zu prüfenden Hunde gewährleisteten. Stellvertretend für die zu diesem Revier stehende Pächtergemeinschaft sei an dieser Stelle Herrn Rainer Koglin ausdrücklich Waidmannsdank gesagt, verbunden mit der Bitte, dies sowohl an die Mitpächter als auch an die zuverlässig und außerordentlich einsatzbereiten Revierhelfer weiterzugeben. Ohne derartige Reviere wäre die Durchführung solcher Prüfungen nicht möglich. Es ist die Bereitwilligkeit von Revierinhabern nicht hoch genug zu würdigen, Zugang zu ihren Revieren zu gewähren, damit die Ausübung waidgerechter und tierschutzgerechter Jagd mit leistungsstarken und wesensfesten Hunden sichergestellt bleibt. An beiden Tagen herrschte strahlendes Frühherbstwetter bei morgendlichen Temperaturen knapp über 0 °, die im Laufe des Tages zu angenehmen Temperaturen anstiegen. Es war weitgehend mäßig windig und trocken. Der Landesgruppe Berlin ist Dank abzustatten für eine tadellos funktionierende Organisation und begleitende Betreuung der Prüfungsteilnehmer. Weitere Einzelheiten zu den Arbeiten der Hunde ergeben sich aus den Richterberichten zu den einzelnen Gruppen.

Klaus P. Thelen, PL



Richtergruppe 3 (ESS)

Richteroberfrau: Frau Gisela Beyersdorf, LG Rheinland, Bericht
Richter: Herr Jürgen Ollick, LB B-Brb
Herr Winfried Schulz, Verbandsrichter

Ohne Preis mit 44 Punkten

ESSH “Wally z Lipovych dolin”, br./w. m. loh, ZB-NR: CLP/ASS/4975 WT: 18.06.04
(Orry z Lipovych dolin – Sita z Lipovych dolin)
Z.: B. Milan, Pod Homolkou, 26601 Beroun
E.u.F.: Sibylle Kratochvil, 87763 Lautrach

Zur Schweißfährte wird die Hündin gut angesetzt und beginnt um 9.30 Uhr in sehr ruhiger konzentrierter Gangart die Suche auf der roten Fährte. Die Führerin kann insgesamt 23 mal Schweiß vermelden, was schon Ausdruck einer sehr guten Arbeit ist. Darüber hinaus meldet sie das Wundbett. Bis dahin ist die Arbeit wie am Schnürchen gezogen. Beim Haken dann (am Wundbett) braucht Wally etwas um den richtigen Abgang zu finden. Sie zeigt aber sehr schnell an, dass die Fährte über eine Lichtung in eine weitere Mischwalddickung geht. Die Hündin kommt um 9.55 am Stück an. Eine solche sehr gute Gespannarbeit hat die höchste Benotung verdient. Die nächste Aufgabe „Stöbern“ kann die Hündin dann nicht meistern. Sie geht einmal bis ca. 20 m. in die zugewiesene Dickung und ist trotz vieler Hilfen von Seiten der Führerin und verschiedenen neuen Ansätzen an unterschiedlichen Stellen der Dickung nicht zu einer Suche zu bewegen. Der Wechsel in ein anderes Stöbergelände – was ihr vermeintlich besser gefällt - zeigt auch keinen Erfolg. Sie geht einmal kurz hinein um dann sofort wieder zur Führerin zurück zu kehren, sie entfernt sich auch im weiteren Verlauf nicht mehr. Dieses ist keinerlei Stöberleistung und daher kann für dieses Fach keine positive Note vergeben werden.
Noten: -,0, 4, -, -, -, -, -, -,4(übern.), -, -, -, -, -, -, -